Macht GMO-Nahrung unfruchtbar?

Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel finden sich schon seit Jahrzehnten auf den Tellern der Menschen. Langzeitstudien zu den Auswirkungen gibt es kaum. Doch einer Studie zufolge kann GMO-Nahrung unfruchtbar machen. Wissen Monsanto, Syngenta & Co davon?

Von Marco Maier

Für manche Menschen klingt das nach einer Verschwörung zur Bevölkerungsreduktion auf unserem Planeten, andere wiederum sehen darin einen Nebeneffekt, der sich zufällig ergeben hat. Die Rede ist von einer wachsenden Sterilitätsrate bei Menschen infolge des Verzehrs von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln. Die sinkende Fertilität wurde in Tierversuchen bislang bei einigen unterschiedlichen Säugetieren festgestellt.

Schon früher haben diverse Studien aus Frankreich, Deutschland und Österreich gezeigt, dass „GMO-Food“ zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Im Jahr 2011 publizierte das Institute for Responsible Technology (IRT) einen Bericht, in dem auf 19 Studien verwiesen wurde, welche in Tierversuchen Organversagen – meistens Leber und Nieren – durch die Fütterung mit GMO-Nahrung bewiesen. Nun wurde eine Studie von ägyptischen Forschern veröffentlicht, die zumindest bei Ratten darauf hinweist, dass die Aufnahme von gentechnisch veränderter Nahrung (neben anderen gesundheitlichen Problemen) zur Unfruchtbarkeit führt.

Auch eine russische Studie aus dem Jahr 2013 legt nahe, dass Säugetiere die gentechnisch veränderte Nahrung zu sich nehmen, Fertilitätsprobleme haben. So wurden Hamster – die eine hohe Reproduktionsrate haben – in diverse Gruppen aufgeteilt. Einige Gruppen wurde zwei Jahre lang mit gentechnisch veränderten Sojabohnen gefüttert, die anderen mit konventionellen Sojabohnen. Das Ergebnis war erschreckend. Dr. Alexej Surow der die Studie im Auftrag der National Association for Gene Security leitete sagte in Bezug auf die mit GMO-Soja gefütterten Hamster, dass diese viel später geschlechtsreif wurden und auch die Reproduktionsrate deutlich niedriger war.

Sollten diese Auswirkungen den großen GMO-Konzernen wie beispielsweise Monsanto oder Syngenta bekannt sein, wäre dies natürlich ein Skandal. Denn vor allem die armen Länder dieser Welt werden immer stärker dazu gedrängt, GMO-Saatgut anzubauen. Egal ob in Lateinamerika, Afrika oder auch vielen asiatischen Staaten – immer mehr gentechnisch verändertes Saatgut wird auf die Felder gebracht. Natürlich „nur zum Besten für die Menschen“, wie die Agrokonzerne dies immer wieder betonen. Fragt sich nur, für welche Menschen.

Interessant ist ja diesbezüglich auch, dass in der westlichen Welt immer mehr Menschen in die vegane und vegetarische Lebensweise getrieben werden sollen. Immerhin gehören Sojaprodukte dort zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Allerdings sind rund 95 Prozent der weltweiten Sojaproduktion gentechnisch verändert. Ist dieser medial gepushte „Vegan-Hype“ vielleicht auch deshalb so stark?

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