Studie: Kinder spielen bei der Verbreitung von Covid-19 kaum eine Rolle

Kinder im Zuge der Ausbreitung von Covid-19 wegzusperren ist weltweit üblich. Dabei spielen sie als Überträger offenbar kaum eine Rolle.

Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Nationalen Instituts für Gesundheit (RIVM) der Niederlande kam zu dem Schluss, dass Kinder unter 12 Jahren bei der Übertragung des neuen Coronavirus nur eine geringe Rolle spielen.

Die Studie in der führenden medizinischen Fachzeitschrift des Landes, Nederlands Tijdschrift Voor Geneeskunde (Niederländische Zeitschrift für Heilkunde), verfolgte das Fortschreiten der Krankheit in 54 Familien, darunter insgesamt 227 Personen.

Studien in anderen Ländern haben zuvor gezeigt, dass Kinder seltener mit dem Virus infiziert sind und nach einer Infektion seltener schwer krank werden.

„Ja, Kinder können infiziert werden, aber die Übertragung findet hauptsächlich zwischen Erwachsenen ähnlichen Alters und von Erwachsenen auf Kinder statt“, heißt es in der Schlussfolgerung der Studie.

„Die Übertragung zwischen Kindern oder von Kindern auf Erwachsene, wie sie bei Influenza bekannt ist, scheint weniger häufig zu sein.“

Eine mögliche Schwäche der Studie besteht darin, dass die untersuchten Familien möglicherweise nicht repräsentativ für die niederländische Bevölkerung waren.

Die Teilnehmer wurden aus Familien ausgewählt, die durch positive Tests vom 23. März bis 16. April identifiziert wurden. In den Niederlanden wurden nur schwerkranke Menschen mit Verdacht auf Covid-19-Fälle und Beschäftigte im Gesundheitswesen getestet.

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